Psychologie und Medizinische Wissenschaften

Ziele & Schwerpunkte

Eine Einheit von Sport und Gesundheit

Das Institut für Sport- und Kreislaufmedizin am Landeskrankenhaus Innsbruck-Universitätskliniken (LKI) wurde im Oktober 1962 nach einem Beschluss der Tiroler Landesregierung als sportärztliche Beratungsstelle für alle Tiroler Sportler/innen gegründet. Aufgabe dieses Instituts stellt darüber hinaus die Koordination und Intensivierung des Tiroler Sportärztewesens und die Gewinnung sowie Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse auf sportmedizinischem Gebiet dar. Hintergrund für die Gründung des Instituts war die Tatsache, dass der Stellenwert von Sport in der Tiroler Bevölkerung sehr hoch war und ist. Sport wird in Zukunft immer stärker eine entscheidende Rolle in Prävention und Therapie vieler Krankheiten spielen und steigert erwiesenermaßen die Lebensqualität. Insofern bildet Sport ein positives Element des Gesundheitssystems und ist als solches nicht mehr wegzudenken.

Ebenfalls im Oktober und auf Beschluss des Tiroler Landtages hin, aber 41 Jahre später, im Jahr 2003, erfolgte an der UMIT (Private Universität für Gesundheitswissenschaften. Medizinische Informatik und Technik) in Hall in

Tirol, die Gründung des Instituts für Urlaubs-, Reise- und Höhenmedizin unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schobersberger. Die weltweit erste universitäre Einrichtung mit Fokus auf Gesundheitstourismus verfolgt das Ziel, medizinische Tourismusforschung in Tirol zu betreiben und die Ergebnisse im Gesundheitstourismus zu implementieren. Dadurch soll der Urlaub als Gesundheitsmaßnahme neu positioniert werden. Sport und Gesundheit als untrennbare Einheit bildeten auch die Basis für die Kernkompetenzen des Instituts für Sport- und Kreislaufmedizin mit dem dualen Auftrag der Befassung mit Breiten- und Spitzensport sowie der Durchführung von Forschungsprojekten.

Bedingt durch die rapide Entwicklung in den leistungsdiagnostischen Verfahren und medizinischen Standards im Sport- und Gesundheitsbereich kann diese Dualität nur dann gewährleistet werden, wenn beide Bereiche zeitgemäß ausgebaut und auf internationalen Stand gebracht werden. Um dieses Ziel im Sinne einer optimalen Synthese zwischen angewandter Sportmedizin und sport- bzw. alpinmedizinischer Forschung zu erreichen, wurden die beiden Einheiten, das Institut für Urlaubs-, Reise- und Höhenmedizin der UMIT und das Institut für Sport- und Kreislaufmedizin des LKI zum neuen Institut für Sport-, Alpinmedizin und Gesundheitstourismus (ISAG) fusioniert.

Die Fusion von zwei sport- bzw. gesundheitsmedizinischen Instituten in Tirol stellt im nationalen und internationalen Wettbewerb von Sportmedizin und Prävention ein Unikat dar. Dabei ist die Alpinmedizin als Alleinstellungsmerkmal auf der internationalen Bühne der Sportmedizin anzusehen. Bestehende Netzwerke mit externen universitären und nichtakademischen Kooperationspartnern sollen verstärkt werden und neue Kooperationen werden angestrebt. Dies ist unter anderem deshalb von maßgeblicher Bedeutung, weil im Wachstumsmarkt Gesundheitstourismus, wo Sport und Bewegung eine entscheidende Rolle spielen, neue Aufgabenfelder liegen.Trotz Fusionierung bleiben die bisherigen Standorte Innsbruck und Hall aufrecht. Das ISAG-Innsbruck (Anichstrasse 35, Klinikareal) übernimmt die Agenden des ehem. Institut für Sport- Kreislaufmedizin, die akademischen Agenden des ISAG im Sinne von Lehre und Forschung werden primär an der UMIT (ISAG-Hall) erfüllt. Die Strukturen des neuen ISAG sollen zukünftig die essenziellen Zielsetzungen des Landes Tirol in den Kernkompetenzen Sportmedizin, Alpinmedizin und Gesundheitstourismus sicherstellen.