Health Information Management

Didaktisches Konzept

Modernes didaktisches Konzept

Der Universitätslehrgang richtet sich insbesonders an berufstätige Studierende. Diese haben besondere Bedürfnisse, zum Beispiel möchten sie die eigenen Erfahrungen in den Lernprozess einbringen, das Erlernte im Beruf zur Lösung von Problemen einsetzen, sich mit anderen Lernenden austauschen und zeit- und ortsunabhängig lernen. Der Universitätslehrgang adressiert diese Bedürfnisse.

Wir setzen moderne didaktische Konzepte für das gemeinsame Lernen im virtuellen Raum ein. Der Unterricht erfolgt dabei ausschließlich in gemeinsamen virtuellen Kursräumen. Dies bedeutet, dass – außer für die Abschlusspräsentation bei Studienende – keine verpflichtenden Anwesenheitszeiten an der Universität zu absolvieren sind, auch nicht für Prüfungsleistungen.

Lernen funktioniert nachweisbar am besten, wenn es gemeinsam in einer Gruppe erfolgt ("soziales" Lernen). Im Rahmen des Universitätslehrgangs werden Sie daher gemeinsam in Ihrer virtuellen Studiengruppe lernen. Sie werden dabei von der kooperativen Online-Lernumgebung unterstützt, welche das gemeinsame Lernen ermöglicht und fördert. Außerdem werden Sie durchgehend durch Lehrpersonen begleitet. 

Der Universitätslehrgang betont also aktives und gemeinsamens Lernen und steht damit unter dem Motto:

                         "Gemeinsam Kompetenzen entwickeln!"

Ablauf eines Moduls

Jedes Modul dauert in der Regel sechs Wochen. Dieser Zeitraum ist in mehrere Blöcke aufgeteilt, welche eine Dauer von ein oder zwei Wochen umfassen. Diese klare Modulstruktur hilft Ihnen bei der Zeitplanung und unterstützt Sie beim "Durchhalten".

In jedem Block erhalten Sie Lernaufgaben, welche Sie gemeinsam mit den anderen Studierenden bearbeiten. Hierfür erhalten Sie Materialien, die Sie bei der Lösung unterstützen; dies können z. B. besprochene Foliensätze, Videos, Skripten, Bücher oder Artikel sein.

Die Bearbeitung der Lernaufgaben erfordert immer Eigenleistungen von Ihnen, beinhaltet aber auch eine Zusammenarbeit mit den anderen Studierenden. So können Sie Wissen austauschen sowie voneinander und miteinander lernen.

Die Lernaufgaben sind dabei so gestaltet, dass Sie diese zu unterschiedlichen Zeiten bearbeiten können. So bleiben Sie zeitlich immer flexibel.

Beispiele für Lernaufgaben

Einige Beispiele für Lernaufgaben:

  • Austausch und Abgleich des vorhandenen fachlichen Vorwissens;
  • Lesen und Kommentieren von Fachartikeln;
  • Suche und Synthese von Informationen zu einer Fragestellung;
  • kritische Diskussion einer Frage in der Lerngruppe;
  • Ausarbeitung von Übungsaufgaben;
  • Zusammenführung und Analyse von Datensätzen;
  • Analyse von Fallbeispielen;
  • Erstellung eines Glossars oder Wikis;
  • Ausarbeitung und Halten einer Präsentation zu einem Thema;
  • Feedback zu Lösungen anderer Studierender;
  • kritische Reflexion des Erlernten.

Klare Strukturierung

Alle Module sowie die Lernaufgaben sind einheitlich strukturiert aufgebaut. Diese klare Modulstruktur hilft Ihnen bei der Orientierung und der Zeitplanung und unterstützt Sie beim "Durchhalten".

Ein Beispiel-Modul könnte folgendermaßen aussehen:

Woche 1

Woche 2 – 3

Woche 4

Woche 5 – 6

Einführung in das Thema;

Aktivierung des Vorwissens;

Klärung der eigenen Lernziele

Lernaufgaben und zugehörige Materialien;

Reflexion

 

Lernaufgaben und zugehörige Materialien;

Reflexion

Größere, eigenständig zu bearbeitende Aufgabe;

Lernerfolgstest;

Reflexion

Prüfungsleistung

Ihr Lernerfolg wird kompetenzorientiert geprüft und umfasst z.B. die erfolgreiche Bearbeitung der Lernaktivitäten, die Qualität der erarbeiteten Ergebnisse (z.B. Fallstudien, Präsentationen, Konzepte), die Ergebnisse von Lernerfolgstests und die Qualität der individuellen Reflexionen des eigenen Lernprozesses.

Zusätzlich wird auch das Engagement bei der Bearbeitung der Lernaufgaben und auch die gegenseitige Unterstützung und Qualität der Diskussionen in die Bewertung einbezogen – gemäß dem Motto: Gemeinsam Kompetenzen entwickeln.

Die Lehrenden unterstützen und begleiten Sie aktiv und durchgängig während der Modulwochen und helfen bei Fragen und Problemen.

Bei konkreten Fragen oder Problemen in einem Modul bieten die Lehrenden gerne zusätzlich auch individuelle Sprechstunden an, die persönlich oder online erfolgen können.

Erwerb von überfachlichen Schlüsselqualifikationen

Neben fachlichen Kompetenzen vermittelt dieser moderne didaktische Ansatz über alle Module hinweg auch überfachliche Schlüsselkompetenzen.

So werden Selbstorganisation, Zeitmanagement und Durchhaltevermögen gestärkt (Selbstkompetenz), es werden in interdisziplinären Teams Kommunizieren, Zusammenarbeiten und Verantwortung übernehmen geübt (Sozialkompetenz) und es werden Kompetenzen im Präsentieren, Diskutieren, Überzeugen und Schreiben gefördert (Methodenkompetenz).

Didaktische Kompetenz

Die Lehrenden im ULG Health Information Management sind gefragte Fachpersonen, wenn es um die Gestaltung kooperativer Lernformen in online-basierten Lernsettings geht. Dies zeigen zahlreiche Veröffentlichungen, wie einige Beispiele zeigen:

  • Ammenwerth E. Kompetenzorientierte Prüfungsformen. Beitrag bei der Veranstaltungsreihe "Dialog zur hochschulischen Lehre" des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, 26. Juni 2017, Wien. 
  • Ammenwerth E, Hackl WO: Interaktionsnetzwerke zur Analyse der Kooperation in virtuellen Lerncommunities. In: Wachtler J, Ebner M, Gröblinger O et al. (Hrsg.). Digitale Medien: Zusammenarbeit in der Bildung. Münster: Waxmann, 2016. pp. 326-327.
  • Ammenwerth E, Hackl WO. Analyse studentischer Interaktionen in online-basierten Lernsettings. Vortrag auf der DeGeVal-Frühjahrestagung zur Digitalisierung der Hochschullehre, Wien, 29. Mai 2017.
  • Ammenwerth E, Hackl WO. Aktivierung von TeilnehmerInnen in einem online-basierten Lernsetting: Ergebnisse und Erkenntnisse bei der Umstellung von Präsenz- auf Online-Lernen. In: Pauschenwein J, Weinzödl J (Hrsg.): Tagungsband 15. E-LearningTag der FH Joanneum 2016. 48-53.
  • Ammenwerth E, Hackl WO, Felderer M, Hörbst A. Wie gelingt gemeinsames Lernen in asynchronen Lernumgebungen? Pflegezeitschrift 2017; 70(7): 38-42
  • Ammenwerth E, Hackl WO. Monitoring of students’ interaction in online learning settings by structural network analysis and indicators. In: Randell R, Cornet R, McCowan C, Peek N (eds.): Informatics for Health - Proceedings of Medical Informatics Europe (MIE 2017). Stud Health Technol Inform 235. 2017. pp. 293-297.
  • Ammenwerth E, Hackl WO, de Keizer N, Koch S. Activating and motivating students in online courses of health informatics. Workshop auf der Medical Informatics Europe (MIE 2017), Manchester, 25. April 2017.
  • Ammenwerth E, Breu R. Innovative online-gestützte Lernformate im Praxistest. OCG Jounral 01: 2017; 14 - 15.
  • Hackl WO. Wie kann ausschließlich online-gestützte universitäre Lehre erfolgreich gestaltet werden? – Eine Pilotstudie. Impulsvortrag im Rahmen der zweiten Lehreplattform der Universität Innsbruck. 23. Juni 2017. Universitätszentrum Obergurgl.
  • Hübner U. Egbert N, Hackl WO, Lysser M, Schulte G, Thye J, Ammenwerth E. Welche Kernkompetenzen in Pflegeinformatik benötigen Angehörige von Pflegeberufen in den D-A-CH-Ländern? Eine Empfehlung der GMDS, der ÖGPI und der IGPI. GMS Med Inform Biom Epidemiol 2017;13(1):Doc02. http://www.egms.de/static/de/journals/mibe/2017-13/mibe000169.shtml
  • Flexibel lernen: Die Universität Innsbruck und die UMIT testen gemeinsam optimale Möglichkeiten, online zu lehren und zu lernen. Zukunft Forschung 02/16, S. 36-37.

Networking-Days

Zur fachlichen und persönlichen Einstimmung bieten wir Ihnen zu Studienbeginn im September die dreitägigen Networking-Days an der UMIT an. Bei den Networking-Days können Sie die anderen Studierenden und Lehrenden persönlich kennen lernen, Sie können organisatorische Frage klären und Sie erhalten fachlichen Input, was beim Start in das Studium hilft.

Die Teilnahme an den Networking-Days ist freiwillig, wird aber empfohlen.

Wesentliche Informationen, welche in den Networking-Days vermittelt werden, werden auch über die kollaborative Online-Lernumgebung bereitgestellt.